- Workshop, Donnerstag, 12. März 2026
- 17:30 bis ca. 20:30 Uhr
- Ort: Leipziger Osten
Der Workshop richtet sich an alle, die sich in Mieter*innengemeinschaften, Initiativen oder wohnungspolitischen Gruppen kritisch gegenüber Vermietern/Immobilienunternehmen äußern und dabei rechtlich unter Druck geraten können.
Denn: Wer laut wird, riskiert manchmal nicht nur Ärger – sondern auch Abmahnungen, Unterlassungsklagen oder andere juristische Schritte, die weniger um Recht als um Einschüchterung gehen.
Die NO SLAPP Anlaufstelle** unterstützt uns dabei.
Was erwartet euch?
– Eine Rechtsexpert*in mit Schwerpunkt Äußerungsrecht gibt Input, was
in öffentlichen Stellungnahmen erlaubt ist, wo die Grenzen (nicht!) sind und wie man sich gegen SLAPPs wehren kann, ohne sich mundtot machen zu lassen
– Eine*r erfahrenen Organizer*in berichtet über Strategien, wie man
sich gemeinsam und vernetzt aufstellt, wie man öffentlichkeitswirksam agiert, auch wenn ein Verfahren läuft (Litigation-PR) und wie man als Gruppe resilient bleibt
– Austausch in der Gruppe, Raum für eure Fragen und konkrete Situationen
Ablauf:
Im ersten Teil gibt es Input zu den o.g. Themen.
In einem zweiten Teil ist ein Austausch in kleineren Gruppen zu euren Themen und Anliegen möglich. Man kann aber auch nach dem ersten Teil die Veranstaltung zu verlassen.
Ziel ist nicht Rechtsberatung im Einzelfall, sondern präventive Sensibilisierung, Vernetzung und Empowerment: Wir wollen gemeinsam stärker werden, wenn es juristisch ruppig wird.
Damit der Workshop einen möglichst offenen und sicheren Rahmen bietet um eure konkreten und sensiblen Fragen zu besprechen, möchten wir, dass sich alle vorab anmelden (begrenzte Plätze!), unter:
no-slapp[at]posteo[pkt]de
bis zum 08. März. Der genaue Ort kommt dann mit der Bestätigungsmail.
Die Veranstaltung wird organisiert von: CG enteignen! United Capitulation und Vernetzung Süd
* SLAPP steht für “Strategic Lawsuits Against Public Participation” und lehnt sich an das englische „slap“ für „Ohrfeige“ an.
Dabei geht es um die Einschüchterung kritischer Stimmen mittels rechtlicher Schritte:
Abmahnungen bis hin zu aufwändigen Gerichtsverfahren, die von Unternehmen, ressourcenstarken Einzelpersonen sowie unethisch handelnden politischen Akteur*innen zur Abschreckung der kritischen Öffentlichkeit eingesetzt werden.
** Die No SLAPP Anlaufstelle unterstützt journalistisch und
zivilgesellschaftlich Engagierte, die mit rechtlichen Einschüchterungsversuchen (SLAPPs) konfrontiert sind, indem sie Beratung, Öffentlichkeitshilfe und praktische Tools vermittelt. Sie stärkt so die freie Meinungsäußerung und schützt kritische Stimmen vor juristischem Druck durch ressourcenstarke Akteure.
