Nicht Dein Mietvieh! – Wohnungspolitischer Rundgang durch Connewitz

Wir laden Euch im Rahmen der globalen Housing Action Days zu einem wohnungspolitischen Rundgang durch Connewitz ein.

Mit Inputs von Anwohner*innen, Aktivist*innen, Genossenschafter*innen und
Forscher*innen und vielleicht auch Musiker*innen.

Datum: Sonntag, 29.03.2026
Zeit: 15:45 – 18:00 Uhr
Treffpunkt/Start: Connewitz Kreuz (Basketballplatz)


Wir werden über Folgendes sprechen:
Spekulation auf Gentrifizierung
Geschäftspraktiken am Rande des Erlaubten
Häusermillionäre mit lokaler Vernetzung
internationale Investoren und Neubauten &
von ehemaligen Parks und Gärten usw.
Aber auch:
Genossenschaft als Alternative
Segen und Fluch des sozialen Wohnungsbaus
Was können Milieuschutzgebiete?
Wem gehört Connewitz?
Wie solidarische Nachbarschaften organisieren?
Welche Protestformen wählen?
Wo die Lösungen finden?
Denn: Wir sind nicht Dein Mietvieh!

Zwischen den Stationen gibt es natürlich die Möglichkeit uns
Kennenzulernen oder uns eigene Hinweise oder Erfahrungen mitzuteilen.
Noch mehr würden wir uns freuen, wenn Ihr zu einem unserer nächsten
Treffen kommt (bitte voranmelden unter: vernetzung-sued[aet]protonmail[punkt]com)!  

Der Rundgang findet im Rahmen der Leipziger und globalen Housing Action
Days statt.

Mehr Infos zur Aktionswoche in Leipzig und darüberhinaus:
https://leipzigfueralle.de/

Eure Vernetzung Süd
…zu Wohnen, Miete, Stadtentwicklung in Connewitz und Südvorstadt

Aufruf zum Housing Action Day 2021

Am 27. März ist auch in Leipzig Housing Action Day.

In Zeiten der Coronapandemie sollen wir zwischen Home Office und Home Schooling zu Hause verweilen. Doch das ist nicht für alle Menschen so einfach. Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder steigt rasant. Geflüchtete und Gefangene werden sozial isoliert. Wohnungslose spüren aufgrund von Hygienemaßnahmen die Repression auf den Straßen. Und während Konzerne mit Milliarden subventioniert werden, wird Kleingewerbetreibenden, Soloselbständigen und Kunstschaffenden die Existenz­grundlage entzogen. Soziale Räume wie Gaststätten, Kinos und Konzertsäle bleiben dauerhaft geschlossen.

Leipzig gilt als boomende Stadt im Osten der Republik. Doch die Stadt ist arm. Geringe Einkommen, Hartz-IV und hohe Mieten bestimmen die Lebensrealität. Zudem spitzt sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt spürbar zu. Anstatt dringend benötigten bezahlbaren Wohnraums entstehen Büros, Hotels und luxuriöse Eigentumswohnungen. Unter starkem Verdrängungsdruck werden wir aus unseren Wohnungen, aus unseren Vierteln gerissen, einige gewaltsam zwangsgeräumt und auf die Straße gesetzt. Die Wohnungslosen sind gezwungen unter unwürdigen Bedingungen zu leben.

Bundesweite Mieten-Proteste haben dem hartnäckigen Profitstreben der Immobilien­lobby bereits viel entgegengesetzt. Bundesweit wird über das Einfrieren der Mieten für die nächsten Jahre sowie die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen diskutiert.

Housing Action Day

Das Ziel in Leipzig muss sein, für die Mieter:innen langfristig preiswerten Wohnraum zu erhalten sowie neu zu schaffen. 2018 wohnten 86 Prozent der Leipziger:innen laut Stadtverwaltung zu Miete.

Wir wollen uns 2021 mit Fragen eines sozial gerechten Wohnens in Leipzig auseinandersetzen! Bildet Mieter:innengemeinschaften und Stadtteilgruppen, sammelt Informationen und tauscht euch aus, wehrt euch gegen Zumutungen, sucht Rat bei den Mietberatungsstellen und stellt politische Forderungen auf!

Zusammen zeigen wir: Es gibt Alternativen. Es gibt Protest. Es gibt Widerstand und Solidarität. Solange das Menschenrecht auf Wohnen nicht verwirklicht ist und Profitinteressen mehr zählen als soziale Gerechtigkeit, werden wir den Druck weiter erhöhen! Macht mit beim europaweiten Housing Action Day am 27. März 2021 und beteiligt Euch an den Kundgebungen und Aktionen im Stadtgebiet und im Internet!

Mehr Infos findet Ihr auf: https://leipzigfueralle.de/

die Unterzeichnenden

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