Zuhause bei Vonovia und Co: Wohnungsmarkt, Wohnerfahrungen, Wohnungskämpfe

Zuhause bei Vonovia und Co ist eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Luise Postert, Geografin und Stadtforscherin, sowie den veranstaltenden Gruppen Mieteninitiative Anger-Crottendorf/Reudnitz  & Vernetzung Süd. Die Veranstaltung findet am 28. Februar 2023, um 18 Uhr im linXXnet, Brandstraße 15, statt.

Wohnen kann vieles bedeuten – Heimathafen oder Anlageobjekt, Gestaltungsmöglichkeit oder Fremdkontrolle, Nachbarschaft oder Kundenkartei. Konzerne wie Vonovia sind Vorreiter darin, Wohnen von einem Grundbedürfnis zu einer Profitquelle zu machen. Luise Postert hat eine Forschungsarbeit zu Vonovia in Connewitz geschrieben. Mit ihr wollen wir diskutieren, welchen Strategien das Unternehmen folgt, welche Erfahrungen die Mieter:innen machen und wie städtische soziale Bewegungen und Initiativen die Wohnnungsfrage beantworten.

Die Veranstaltung wird organisiert von:

Mieteninitiative Anger-Crottendorf/Reudnitz: leipzig-mieteninitiative@posteo.net bzw. Tel. 01575 1823106

Vernetzung Süd: vernetzung-sued@protonmail.com

P.S.: Weiteres zum Geschäftsmodell von Vonovia und wie sie den Wohnungsmarkt prägt, in der Broschüre „Vonovia – Ein Problem das immer größer wird“ (2022) von Knut Unger.

Wir so – im Común-Magazin

In der Ausgabe 7 von Común -Magazin für stadtpolitische Interventionen (Januar 2023) erschien ein Kurzporträt von der Vernetzung Süd.

Wir sind natürlich ein bißchen stolz, dass wir – als eher kleine Stadtteil-Vernetzung Süd – es ins Común-Magazin für stadtpolitische Interventionen geschafft haben. Die Zeitschrift erscheint 2 Mal im Jahr und berichtet aus dem deutschsprachigen Raum und auch weit darüber hinaus, wie soziale Bewegungen und Konflikte in Städten entstehen und wie sie von uns allen gestaltet werden können.

Die siebente Ausgabe erscheint zum ersten Mal als reine Online-Ausgabe. Sie ist frei zugänglich, also ohne Bezahlschranke. Schaut gern mal rein. Falls Ihr unseren Beitrag, ein Selbstporträt, lesen wollt, klickt auf die Rubrik Wir so – Ihr so: Die stadtpolitische Vorstellungsrunde

Aber, wie gesagt, es gibt einiges im Común-Magazin zu entdecken, diesmal mit Schwerpunkt „Wohnen – Es geht auch anders“ – u.a. mit einem weiteren Artikel zu Leipzig. Titel: Kooperative Wohnstrategien im Bestand – Selbstorganisierte Wohnprojekte und kommunale Instrumente in Leipzig – Strategien abseits von Bauzielen und Spekulation

Sach- und Geldspenden für den Hilfebus

Das Lager des Hilfebus ist fast völlig aufgebraucht und wir suchen dringend nach Sach- und Geldspenden!!!

Zur Info: der Hilfebus der Suchtzentrum Leipzig gGmbH fährt täglich durch die nächtlichen Straßen von Leipzig und bietet Grundversorgung, Beratung und Vermittlung für wohnungslose Menschen an.

Um dieses Angebot auch weiterhin stemmen zu können, benötigen wir dringend folgende Sachen:

  • saubere und unverschlissene Klamotten (T-Shirts, Hosen, Longshirts, Pullis, Jacken, Unterwäsche und Socken) für hauptsächlich männlich aber auch für weiblich gelesene Personen in allen Größen (gerne ab M bis XXL+)
  • feste Schuhe und warme Einlegesohlen
  • Zelte, Isomatten und insbesonders Schlafsäcke und Decken in einem guten Zustand sowie Taschenlampen 
  • Hygieneartikel (Feuchttücher, Taschentücher, Menstruationsartikel, Mundhygieneartikel, Rasiersachen, Deos, Duschgel, Shampoo, Kondome, Anti-Mückenspray, Händedesinfektionsmittel, Pflaster und Kompressen und ähnliches)
  • Hundefutter (trocken und nass)

Sortiert mal wieder eure Schränke und Campingausstattungen aus, kauft beim nächsten Shoppingausflug mal ein Extra Doppelpack an Socken oder Schlüpfer ein, greift ins Portemonnaie oder besucht unseren Spendenaufruf auf betterplace.org und leitet diesen Aufruf gerne weiter!

Die Sachspenden könnt ihr gerne hier vorbeibringen:

  • Montag bis Freitag zwischen 9 bis 13:30Uhr und von 14:30 bis 18 Uhr im Wohnprojekt „Domizil“ (Queckstraße 2, 04177 Leipzig)
  • unsere Standzeit jeden Dienstag von 17 bis 18 Uhr auf der Goethestraße Ecke Richard-Wagner-Straße (beim Obelisken)
  • Standzeit jeden Donnerstag von 19 bis 19:30Uhr auf dem Parkplatz von REWE beim Connewitzer Kreuz
  • zu unserer Standzeit jeden Sonntag von 20 bis ca. 20:30 Uhr an der Westseite des Hauptbahnhofes Leipzig

Geldspenden 

nehmen wir natürlich auch immer gerne entgegen auf folgendem Konto:
SZL Suchtzentrum gGmbH
IBAN: DE15 8602 0500 0003 4637 01
BIC: BFSWDE33LPZ
Verwendungszweck: Hilfebus

oder folgt unserem Spendenaufruf auf betterplace.orghttps://betterplace.org/p115195

 Wenn ihr noch Fragen zu Sach- und Geldspenden habt, dann kontaktiert uns gerne per Mail unter hilfebus@suchtzentrum.de, ruft uns an unter 01523 3661087 (täglich zwischen 18 und 23 Uhr) oder informiert euch auf unserer Webseite www.suchtzentrum.de oder auf Instagram (safeleipzig)!

picture: by Suchtzentrum Leipzig

Wem gehört Connewitz?

Am Institut für Geographie der Uni Leipzig läuft seit ca. über einem Jahr ein Forschungsprojekt – Wem gehört Connewitz? Es wird die Entwicklung der Eigentumsstrukturen an Immobilien im Stadtteil Connewitz untersucht – mithilfe anonymisierter Angaben von Mieterinnen und Anwohnerinnen.

Bislang gab es rund 60 ausführliche, persönliche Interviews mit Mieterinnen. Und nun sollen in einem nächsten Schritt Lücken auf der Karte zur Eigentümerschaft mithilfe einer kurzen Onlineumfrage weiter geschlossen werden.

Wir bitten Euch alle, da mit zu machen – und somit auch ein Stück weit für mehr Transparenz auf dem Immobilien- und Wohnungsmarkt mit zu sorgen:

Hier die Umfrage auf Deutsch:

https://umfrage.uni-leipzig.de/index.php/164295?lang=de

Und hier auf Englisch:

https://umfrage.uni-leipzig.de/index.php/164295?lang=en

Auf der dortigen Startseite findet Ihr auch nochmal eine Beschreibung des Forschungsprojekts. Solche Übersichten/Karten können künftig auch zur Stärkung einer Mieterinnenbewegung führen, wenn klarer ist, wem was gehört und welche Mietverhältnisse sich da jeweils dahinter verbergen. Ungefähr im Sommer/Herbst nächsten Jahres (2023) werden diese und weitere Ergebnisse der Studie veröffentlicht werden. Wir standen selbst schon mit den Forschenden in Kontakt (Vortragsveranstaltung und Workshops) und finden das Forschungsprojekt unterstützenswert!