Keine Scheiße bauen! – Petition gegen die Mikroapartment-Explosion in Connewitz


Mit der Petition „Keine Scheiße bauen! – Gegen die Mikroapartment-Explosion in Connewitz“ bündelt die Stadtteilinitiative Vernetzung Süd den Protest gegen das Neubau- und Ankaufsvorhaben am S-Bahnhof Connewitz. Die Initiative fordert eine Intervention der Stadt Leipzig gegen die stetig wachsende Zahl privat finanzierter und teuer vermieteter Mikroapartmentbauten. Die Initiative ruft dazu auf, die Mikroapartment-Pläne von Aldi-Nord zu stoppen und statt dessen Sozialwohnungen und Räume für Kultur und Gemeinwesen
auf dem Gelände zu ermöglichen. Der dort sich befindende städtische Güterschuppen soll unbedingt in öffentlicher Hand bleiben!

Lasse E. W. Lowak von der wohnungspolitischen Initiative Vernetzung Süd erklärt dazu: „Wir haben die Petition gestartet, weil uns zahlreiche Menschen, die hier im Viertel leben, darauf aufmerksam gemacht haben, dass sie strikt gegen die Errichtung von noch mehr stark überteuerten Mikroapartments sind und uns fragten, was sie dagegen tun könnten. Der Frust und auch die Wut über konsequent steigende Mietpreise und Lebenserhaltungskosten ist inzwischen immens groß. Vor diesem Hintergrund ist es schlichtweg ein Skandal, dass noch mehr Wohnraum geschaffen werden soll, der für die allermeisten Haushalte völlig ungeeignet und, von dem außerdem zu befürchten ist, dass der Quadratmeter erfahrungsgemäß 20-25 Euro oder sogar noch viel mehr kosten wird. Als Stadtteilinitiative beobachten wir seit Jahren das Baugeschehen und mussten feststellen, dass es sich bei keiner einzigen der 1200 Wohnungen, die in den letzten zehn Jahren in Connewitz gebaut wurden, um eine Sozialwohnung handelt. Als gäbe es nicht schon genug teure und für Investoren extra-hohe Rendite versprechende Mikroapartments im Stadtteil, möchte Aldi-Nord nun das 500. Mikroapartment bauen. Wir fordern die vollständige Aufgabe dieser Entwicklungsstrategie und weisen auf die dringende Notwendigkeit hin, Wohnraum zu schaffen, der bezahlbar und sozialverträglich ist!“

Erst Privatisierung, dann Zwangsversteigerung

Die Deutsche Bahn verkaufte 2008 das ehemalige Bahnhofsgelände in Connewitz an die German Property Group. Diese Firma meldete später Insolvenz an und das Gelände wurde zwangsversteigert. Im September 2025 erwarb Aldi-Nord einen Teil des Grundstücks für knapp die Hälfte des ursprünglichen Verkehrswerts. Dieser wurde ursprünglich bei 1,1 Mio. Euro angesetzt (vgl. lvz, 17.09.2025)

Aldi-Nord veröffentlichte Ende April 2026 Pläne, im nächsten Jahr eine Aldi-Filiale und 75 möblierte Mikroapartments zwischen dem brachgefallenen Bahnhofsgelände mit denkmalgeschützten Gebäuden und der Bornaischen Straße 95a/b/c bauen zu wollen.

Mit Sorge betrachten die Petent*innen den drohenden Verkauf von städtischen Flächen in direkter Nachbarschaft der Aldi-Fläche. Erst kürzlich ging laut öffentlichen Quellen der Besitz am Grundstück und Gebäude des ehemaligen Güterschuppens und der Zuwegung zum S-Bahnhof von der Deutschen Bahn an die Stadt über (siehe l-iz 08.09.2025). Aldi-Nord scheint Interesse an diesen Flächen zu haben, um Erschließung und Nutzung der Neubauten zu sichern.

500 Mikroapartments, keine einzige Sozialwohnung

In den letzten zehn Jahren sind – basierend auf einer Zählung der Vernetzung Süd – in Connewitz mindestens 1200 neue Wohnungen neu gebaut worden. Jedoch befand sich darunter keine einzige neue Sozialwohnung! Über ein Drittel dieser Neubauten werden von privaten Investoren als Mikroapartments vermarktet. Allein für den Stadtteil Connewitz würde es das 500. Mikroapartment bedeuten, wenn Aldi seine Pläne umsetzen kann. Die bisherigen Mikroapartment-Standorte im Viertel sind: Karl-Liebknecht Str. 144 (111 Wohneinheiten), Bornaische Str. 10-16 (136 Wohneinheiten), Bornaische Str. 22 (178 Wohneinheiten). Neben dem besagten Aldi-Bau an der Bornaischen Str./S-Bahnhof Connewitz (75 WE geplant), plant aktuell auch noch ein weiterer Akteur, die Lewo-Gruppe, noch ein weiteres Mikroapartment-Bauprojekt (81 WE geplant) im Stadtteil, in der Thierbacher Str. 1/Meusdorfer Straße. Die Anzahl an Mikroapartments im Viertel würde dann sogar auf 581 ansteigen!

Aus Investorensicht verspricht das Geschäftsfeld „Mikroapartment“ eine besonders hohe Rendite, weshalb es europaweit – in Leipzig verstärkt seit ca. 2019 – zu einem zentralen Element im Portfolio privater Immobilienentwickler geworden ist (vgl. Bericht vom Tagesspiegel vom 21.12.2022): Auf möglichst kleinem Raum entstehen viele Wohnungen, deren Vermietung als möblierte Apartments außerdem die Option bietet, Mieten höher anzusetzen als es sonst üblich und erlaubt ist. Diese liegen in den bisherigen Connewitzer Mikroapartments bei Kaltmieten zwischen 17 bis 25 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht dem Drei- bis Vierfachem der durchschnittlichen Bestandskaltmieten im Stadtteil.

Vorläufiges Resumé von Robin Weisbach (Vernetzung Süd):
„Die bisherigen Kommentare zur Petition zeigen: Viele Menschen verstehen, dass es hier nicht um ein NIMBY-Projekt [„Not in my backyard“] geht, sondern dass die Petition sich beispielhaft gegen eine seit Jahrzehnten aus dem Ruder gelaufene Wohnraumpolitik stellt. – Es ist außerdem wohlfeil zu denken, dass der Bau von Mikroapartments auf irgendeine Weise den Mangel an Wohnraum eindämmen kann – solang nicht zuerst an diejenigen gedacht wird, denen es in Leipzig am schwersten fällt eine gute und passende Wohnung zu finden- und das betrifft leider stetig mehr Menschen. Mit der Petition fordern wir aber auch ganz konkret, den städtischen Anteil des Grundstücks nicht zu verkaufen und stattdessen in öffentlicher oder gemeinnütziger Hand zu entwickeln. Wir wollen als Connewitzerinnen und Connewitzer an der Entwicklung im Stadtteil beteiligt werden – und es besteht Hoffnung, dass die Stadt ihre Möglichkeiten hier nutzt.“


Bericht: „Nicht Dein Mietvieh!“-Rundgang in Connewitz zu den Housing Action Days 2026

Unser diesjähriger Beitrag zu den Leipziger und globalen Housing Action Days war ein wohnungspolitischer Rundgang durch Connewitz mit dem Titel: „Nicht Dein Mietvieh!“, den wir am Sonntag, den 29. März 2026 mit mehreren Gastsprecher*innen und rund 25 Teilnehmer*innen veranstalteten.

Wir sprachen unter anderem über die vielen teuren Neubauten, eigentlich „Verdrängungsbauten“, im Stadtteil, deren Zahl unserer Schätzung nach seit 2015 bis 2023 bei über 1200 neuen Wohneinheiten in Connewitz liegt und damit für diesen Zeitraum einer der Stadtteile mit den stärksten Neubauaktivitäten in Leipzig darstellt. Dieser Bauboom brachte – unseres Wissens nach- jedoch keine einzige Sozialwohnung zustande und war fast durchweg von Aktivitäten privater Investoren geprägt. Am meisten Rendite versprachen sich die verschiedenen Investoren von Bauten mit Mikroapartments – alternativ auch Micro-Living, Wohnen auf Zeit, möbliertes Wohnen, Wohnklo etc. genannt. Insgesamt entstanden davon 425 Einheiten an zwei Standorten in unmittelbarer Nähe (Bornaische Straße 10-16 & 22) sowie 400 m entfernt (Karl-Liebknecht-Straße 144). Mehr Infos dazu auf unserer Kritischen Karte. Diese 425 Mikroapartments stellen in Connewitz mehr als ein Drittel des Neubaus für Wohnbauten dar, die die Mietpreisbremse durch Möblierungszuschlag umgehen und bei denen der Mietspiegel und die ortsübliche Vergleichsmiete nicht bindend sind und deshalb Quadratmeterpreise von 20-23 €/qm (kalt) aufrufen können (trotzdem könnten die Mietenden dort von der Stadt prüfen lassen, ob Mietüberhöhung oder Wuchermiete vorliegt – das geht mit wenigen Klicks hier).

Dieses „Micro-Living“ wird allerdings auch bei älteren Wohnhäusern implementiert. Dabei oftmals noch teurer, aber zugleich weniger komfortabel und brandschutztechnisch kritisch – Stichwort: mittels Gipsplatten aus einer Drei-Raum-Altbauwohnung eine Sechs-Raum-WG machen und die Küche in den Flur verlegen… Über diese und weitere Misstände in der sozialen Infrastruktur „Wohnen“ klärten wir auf.

Bei aller Wohnmisere erinnerten wir aber auch an Möglichkeiten Sand ins Getriebe der profitorientierten Wohnungswirtschaft zu streuen und die bestehenden Rechte als Mieter*innen wahrzunehmen und zu verteidigen.

Nicht zu vergessen, die in den letzten Jahren stattgefundenen Aktionen gegen Aufwertungen, die trotz der Misere auch Mut machten, wie zum Beispiel die Baggerbesetzung auf einer Baustelle am Hildebrandplatz am 7. Mai 2021 oder die zeitweise Blockierung der Wolfgang-Heinze-Straße mit 250 Leuten und dazugehöriger „Niemand hat die Absicht Luxuswohnungen zu bauen“-Kunstaktion, Podiumsdiskussion, ambulanter Mietspechstunde und Luftschloss am 31.10.2019 anlässlich der Baustelle auf dem ehemaligen Leopoldpark . Das waren ermutigende Momente, die die Nachbarschaft zusammen und zum gemeinsamen Diskutieren brachten. Im unsäglichen Bau- und Spekulationsboom inklusive Verdrängung in Connewitz der vergangenen Jahre geht das mitunter verloren und auch daran haben wir beim Rundgang erinnert. Weitere Details vom Rundgang – u.a. zum Investor ARGO, Sozialer Erhaltungssatzung, Mini-WG-Zimmer, aber auch hoffnungsstiftenden genossenschaftlichen Projekten wie der AWC und Leika sowie vom Forschungsprojekt „Wem gehört Connewitz?“ – bietet der folgende kurze Bericht auf la-presse.org (Klick auf das Bild):

Mit Klick auf den Screenshot geht’s zum Bericht auf www.la-presse.org

Vielen Dank an alle Gastsprecher*innen auf dem Rundgang sowie an die rund 25 Mitspazierenden und auch an die Menschen, die auch nur mal kurz an unseren Stationen innehielten und uns zeitweise zuhörten!

Nicht Dein Mietvieh! – Wohnungspolitischer Rundgang durch Connewitz

Wir laden Euch im Rahmen der globalen Housing Action Days zu einem wohnungspolitischen Rundgang durch Connewitz ein.

Mit Inputs von Anwohner*innen, Aktivist*innen, Genossenschafter*innen und
Forscher*innen und vielleicht auch Musiker*innen.

Datum: Sonntag, 29.03.2026
Zeit: 15:45 – 18:00 Uhr
Treffpunkt/Start: Connewitz Kreuz (Basketballplatz)


Wir werden über Folgendes sprechen:
Spekulation auf Gentrifizierung
Geschäftspraktiken am Rande des Erlaubten
Häusermillionäre mit lokaler Vernetzung
internationale Investoren und Neubauten &
von ehemaligen Parks und Gärten usw.
Aber auch:
Genossenschaft als Alternative
Segen und Fluch des sozialen Wohnungsbaus
Was können Milieuschutzgebiete?
Wem gehört Connewitz?
Wie solidarische Nachbarschaften organisieren?
Welche Protestformen wählen?
Wo die Lösungen finden?
Denn: Wir sind nicht Dein Mietvieh!

Zwischen den Stationen gibt es natürlich die Möglichkeit uns
Kennenzulernen oder uns eigene Hinweise oder Erfahrungen mitzuteilen.
Noch mehr würden wir uns freuen, wenn Ihr zu einem unserer nächsten
Treffen kommt (bitte voranmelden unter: vernetzung-sued[aet]protonmail[punkt]com)!  

Der Rundgang findet im Rahmen der Leipziger und globalen Housing Action
Days statt.

Mehr Infos zur Aktionswoche in Leipzig und darüberhinaus:
https://leipzigfueralle.de/

Eure Vernetzung Süd
…zu Wohnen, Miete, Stadtentwicklung in Connewitz und Südvorstadt

Leipziger Housing Action Days 2025 – Aktionstage Wohnen

In Leipzig tun wir uns auch dieses Jahr wieder zusammen: Initiativen, Vereine und Mieter*innen machen auf ihre Forderungen nach bezahlbarem Wohnen, nach Freiräumen und solidarischen Nachbar*innenschaften aufmerksam. 

Die HOUSING ACTION DAYS sind globale Aktionstage für das Recht auf Wohnen und auf Stadt, initiiert von der European Action Coalition for the Right to housing and the city. Sie finden – dezentral organisiert – seit einigen Jahren in Deutschland und auch in Leipzig statt. Die Kernzeit für 2025 ist 21.-27. April. Wir haben mit anderen Initiativen zusammen beschlossen, diese Kernwoche mit weiteren Veranstaltungen anzureichern. Andere Veranstaltungen

Die Mieten in unserer Stadt explodieren, sie wurden in den vergangenen zehn Jahren um über 50 % erhöht. Ein Ende dieser Mietaufwärtsspirale ist (noch) nicht in Sicht. Rigoros und ohne Rücksicht auf individuelle Schicksale und auch auf rechtliche Grundlagen werden Mieterinnen und Mieter schikaniert und aus ihren oftmals jahre- und jahrzehntelang bewohnten vier Wänden geworfen. Ob Eigenbedarf oder hochwertige Modernisierung: Der Grund für Kündigungen ist zumeist die Profitsteigerung. Leipzig wird deshalb auch als „Boomstadt für Wohnungskonzerne und auswärtige Kapitalanleger“ bezeichnet.

Wir wollen dem entschlossen etwas entgegensetzen. Wir stehen solidarisch an der Seite von Mieterinnen und Mietern, wir versuchen solidarische Nachbarschaften mit aufzubauen. Unser Ziel ist es, dass das Wohnen als Element der öffentlichen Daseinsvorsorge und dass Wohnraum als öffentliches Gut behandelt wird. Es gehört nicht an die Börse, noch soll es auf dem Markt gehandelt werden. Das gilt es einzufordern und zu verteidigen.

Wir kämpfen gegen Entmietungen und für einen echten Mietendeckel. Deshalb unterstützen wir auch zwei bundesweite Kampagnen zum Thema: Wohnungsnot stoppen und Mietendeckel jetzt!

Sprecht uns an und werdet Teil der vielfältigen wohnungs- und stadtteilpolitischen Initiativen und Bündnisse in Leipzig!

Fragen, Mitmachen & Unterstützen: vernetzung-sued@protonmail.com

Programm 08.04.-10.05.2025

DIENSTAG 08.04.

E97 12:30 Uhr
Kundgebung zum Prozessauftakt der E97 vor dem Amtsgericht
Die E97 ist ein Haus auf der Eisenbahnstraße mit mehreren WGs und einem selbstverwalteten Ladenprojekt. Die Bewohnenden wehren sich aktuell gegen Entmietung. Unterstützt sie und kommt zur Kundgebung am 1. Verhandlungstag der Räumungsklagen.
Ort: Amtsgericht Leipzig, Bernhard-Göring-Str. 64 (Südvorstadt)
Mehr Infos unter: e97.org

DONNERSTAG 10.04.

Hallo Jahrtausendfeld, kannst du mich hören? 16:00 – 21:00 Uhr
Ausstellung und Podiumsdiskussion zu den Chancen für einen Jahrtausendfeld-Park im Leipziger Westen, organisiert von kreuzer Leipzig, Ökolöwe, Schaubühne Lindenfels und Bürgerinitiative »Jahrtausendfeld retten!« Mit: Ariane Jedlitschka (Verein Superblocks im Leipziger Osten), Niclas-Robin Rosendahl (Ökolöwe – Umweltbund Leipzig) und Matilda Oeken (Mitherausgeberin der Broschüre »Stadt für Alle! Strategien der Aneignung stadtpolitischer Prozesse in Leipzig«, 2025).
Ort: Schaubühne Lindenfels, Karl-Heine-Str. 50 (Plagwitz)
Weitere Infos online: https://www.schaubuehne.com/spielplan/hallo-jahrtausendfeld-kannst-du-mich-hoeren

SONNTAG 13.04.

Kiezvernetzung West 12:00 – 18:00 Uhr
Transparente, Banner und Fahnen herstellen, um Ende April stadt- und mietenpolitische Themen in den Straßen und an den Häusern von Leipzig sichtbar zu machen! Besonders Menschen aus Hausprojekten sind aufgerufen sich mit den Miet- und Wohnkämpfen von unten solidarisch zu zeigen und ihre Häuser/Fassaden im Rahmen der Aktionstage zu nutzen! + Kaffee & Kuchen
Ort: Zollschuppenstr. 1 (Plagwitz)
Info/Kontakt: kiever-west@riseup.net

MITTWOCH 23.04.

Seume 30 15:00–19:00 Uhr
Erzählcafé mit »Haus im Fluß«, Küfa, Film
»Wenn nur ein Container zum Leben bleibt.« Ein Trailerpark in Berlin-Lichtenberg war lange das Zuhause für fast 200 Menschen. Doch nun soll er geräumt werden. (31 min.)
Veranstaltet von: L‘Anarres e.V.– Verein für kollektive Wohnformen
Ort: Seumestr. 30 (Knautkleeberg)
Info/Kontakt: seume30.org

FREITAG 25.04.

Kontaktstelle Wohnen 16:30-18:00 Uhr
Infotreffen für interessierte Ehrenamtliche. Lerne die Kontaktstelle Wohnen kennen! Uns geht es darum, geflüchteten Menschen zu helfen und uns gegen Rassismus auf dem Wohnungsmarkt einzusetzen. Du kannst bei uns mitmachen und lernen, wie man den Workshop »Zusammen Wohnungen finden« leitet. Oder du kannst Menschen zu Wohnungsbesichtigungen begleiten. Wie das geht, erklären wir dir. Wir freuen uns auf dich!
Ort: Georg-Schwarz-Str. 19 (Altlindenau)
Info/Kontakt: info@kontaktstelle-wohnen.de

Innovatives Netzwerk Wohnen mit Behinderung (INWoB)
ab 18:00 Einlass, Beginn 18:3ab 18:00 Einlass, Beginn 18:30
Gemeinschaftlich und inklusiv wohnen – Zwischen Assistenz und Freundschaft. Film und Diskussion über das Leben in inklusiven WGs
Wie können wir gemeinschaftliches Zusammenwohnen, Inklusion und Pflege gestalten? Was können wir aus den Erfahrungen der Wohngemeinschaft Hartroda lernen, die 1978 als inklusives Wohnprojekt in der DDR gegründet wurde? Wie setzen heutige inklusive WGs ihre Vorstellungen von Care-Arbeit und Zusammenleben um und welche Möglichkeiten und Grenzen gibt es dabei?
Diesen Fragen widmen wir uns bei einer Diskussionsveranstaltung, die die Geschichte und Erfahrungen von der Kommune Hartroda zum Ausgangspunkt nimmt. Kommentiert wird der Film von ehemaligen Kommunard:innen. Außerdem wird ein Film über die inklusive WG »6+4« aus Dresden gezeigt und von Bewohner:innen über den Alltag, ihr Zusammenleben und ihre gegenseitige Unterstützung erzählt.
Die Veranstaltung wird in Leichte Sprache gedolmetscht.
Mit Rollstuhl zugänglich

Ort: Die Villa, Großer Saal, Lessingstr. 7 (Zentrum West)
Info/Kontakt: mail@inwob.net

Zolle 7 ab 19:00 Uhr
KüfA und Infostand – Erfolgreich gegen Entmietung
Der Verein Zolle7 e.V. lädt zu KüfA und offenem Austausch ein. Als Hausprojekt, welches sich vor einem halben Jahr erfolgreich gegen drohende Entmietung zur Wehr setzen konnte, hat die Zolle7 einige Geschichten und Erfahrungs
werte zu teilen.
Ort: Zollschuppenstr. 7 (Plagwitz)

SAMSTAG 26.04.

Bürgerinitative »Jahrtausendfeld retten« 11:00 – 12:00 Uhr
Rundgang
Die letzte verbleibende Brache nördlich der Karl-Heine-Straße soll mit einer überdimensionierten Privatschule bebaut werden. Wie das die Gentrifizierung im Viertel vorantreibt und welche Alternativen es gibt, wollen wir mit euch bei einem Rundgang diskutieren.
Treffpunkt: Jahrtausendfeld, Ecke König-Albert-Brücke (Lindenau)
Info/Kontakt: jahrtausendfeld.noblogs.org

Viel Miete, wenig Liebe 14:00-17:00 Uhr
Stadtteilrundgang mit Gästen und Überraschungen zur »Südvorstadt-für-alle«-Kampagne. In den letzten drei Jahren hatten Mieter:innen und die Stadtteilinitiative Vernetzung Süd eine sozial-ökologisch nachhaltige Sanierung von 105 kommunalen Wohnungen gefordert. Die Erfahrungen mit Politik, Verwaltung, LWB und Medien in diesem Prozess möchten wir aufarbeiten, um am Ende zu fragen, wie und wo können wir als Mieter:innen und Nachbarschaft in der Südvorstadt weiter wohnungspolitisch intervenieren.
Start: Kochstr. 13/15 und weitere Stationen (Südvorstadt)
Info/Kontakt: vernetzungsued.de

SONNTAG 27.04.

Gemeinsame Kundgebung – Housing-Action-Kaffeetafel 14:00-18:00 Uhr
Versammlung für ein Recht auf Wohnen und Stadt sowie Vernetzung und Support mit und von verschiedenen wohnnungspolitischen Initiativen aus Leipzig. Wir wollen das Unmögliche probieren: Action und Kaffeetafel in einem! Wir wollen rechtlich aufgeklärte und sich selbst organisierende Mieter*innen, Hausgemeinschaften und Nachbarschaften in Leipzig!
Ort: Nähe Sachsenbrücke (Zentrum-Süd)

Wolle43-Hausprojekt 16:00 Uhr
Infostand/Popcorn/Sekt
Ort: Wolfgang-Heinze-Str. 43 (Connewitz)
Info/Kontakt: wolle43.home.blog

MITTWOCH 30.04.

Sold City – Wenn Wohnen zur Ware wird (Teil 2) 18 Uhr
Filmvorführung. Der zweiteilige Film zeigt, wie der Immobilienboom entstanden ist und wie Betroffene ihn in verschiedenen Städten erleben. Im zweiten Teil wird sich auf Alternativen zu dieser Dynamik fokussiert. Dabei werden auch internationale Beispiele aus Wien und Singapur gezeigt. (Infos zum Film: https://salzgeber.de/soldcity)
barrierefreier Zugang möglich
Ort: Georg-Schwarz-Straße 19, EG (Lindenau)
Info/Kontakt: Haus und WagenRat e.V.

SAMSTAG 10.05.

frauguste 16:00 -22:00 Uhr
Vergemeinschaften in Krisenzeiten?
Praxisbeispiel frauguste und SoWo Leipzig eG: Kundgebung mit Extras
Ort: Eckhaus Frommannstr. 11/Augustenstr. 3 (Reudnitz)
Info/Kontakt: www.frauguste.de www.sowo-eg.org